Quelle: Wikipedia

Ausgangslage

Menschen können aufgrund vergangener und aktuell belastender Lebensereignisse und den daraus entstehenden inneren Konflikten seelische und körperliche Symptome entwickeln. Die Symptome können sich in Form von Angst, Unsicherheit, Traurigkeit, Depression, Grübeln, Burnout, Sucht, sexueller Probleme oder in andereren Formen zeigen.

Es ist für jeden Menschen völlig normal, im Verlauf seines Lebens solche Krisen zu erleben. Manchmal jedoch können die erlebten Gefühle und Gedanken die Lebensqualität so stark beeinträchtigen, dass psychotherapeutische Unterstützung hilfreich sein kann.


Symptome sind Lösungsversuche

Ich gehe in meiner Arbeit davon aus, dass die entwickelten Symptome letzten Endes eine sinnvolle Reaktion der Psyche in Bezug auf bestimmte Ereignisse darstellen. Oft können wir zunächst keinen Sinn in diesen Reaktionen erkennen. Wir empfinden unsere Symptome dann eher als lästig und überflüssig.

Ein Sinn kann gemeinsam im therapeutischen Gespräch gefunden werden. Auf diesem hilfreichen Weg des Verstehens und der Einsicht in eigene Veränderungsmöglichkeiten werden im Verlauf der Therapie Lösungsprozesse in Gang gesetzt und seelische Heilung findet statt.


Die eigenen Kompetenzen optimal aktivieren

Jeder Mensch verfügt über innere Selbstheilungskräfte. Das gilt sowohl für den körperlichen als auch den seelischen Bereich. Eine körperliche Verletzung beispielsweise heilt in der Regel von selbst. Ist die Wunde aber zu groß, muss sie entsprechend medizinisch versorgt werden. Auf solche Weise gestärkt, wird der Körper in die Lage versetzt, die Verletzung selbständig zu heilen.

In ähnlicher Weise kann Psychotherapie dabei helfen, die eigenen Kompetenzen optimal zu aktivieren. Die jedem Menschen zur Verfügung stehenden Fähigkeiten zur Nutzung innerer Ressourcen entfalten ihre Wirkung und führen auf den Weg zur Entwicklung seelischer Gesundheit und Lebensfreude.

TRAUMATHERAPIE

Es gibt manchmal dramatische Einzelereignisse im Leben eines Menschen, die nicht mit den eigenen Bewältigungsmöglichkeiten verarbeitet werden können. Das können Unfälle, Vergewaltigung, Naturkatastrophen oder Kriegserlebnisse sein. Die Symptome äußern sich dann beispielsweise in Form von Alpträumen, wiederkehrenden, unkontrollierbaren Erinnerungen an das Ereignis, Reizbarkeit, Schreckhaftigkeit, Vermeidungsverhalten, Rückzug oder Schuldgefühlen. Man spricht hier von einer posttraumatischen Belastungsstörung.

Traumatherapie geht bei dieser Symptomatik – in Kombination mit den herkömmlichen therapeutischen Mitteln – mit besonderen, relativ neu entwickelten und effektiven Traumatechniken vor. Dazu gehören EMDR, Brainspotting, Bildschirmtechnik und weitere Techniken.